Sexualpädagogisches Projekt für zugewanderte Schüler*innen

Für alle jungen Menschen sind Fragen um Beziehung und Sexualität von großer Bedeutung. Gleichzeitig sind diese Fragen mit vielen Unsicherheiten behaftet. Das gilt selbstverständlich auch für die Jugendlichen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, die nach Deutschland geflohen sind. Mandy Lammers, Simone Schulz und Andreas Häner von Pro Familia aus Münster gaben deshalb den Schüler*innen die Möglichkeit, sich einen Schulvormittag lang in geschlechtergetrennten Gruppen diesem Thema unbefangen zu nähern. "Die Schüler haben ganz viele Fragen", resümiert Andreas Häner. Das Interesse war groß, die Gespräche lebhaft und auch der Humor kam nicht zu kurz. Wie kann man angemessen über Fragen von Beziehung und Sexualität reden? Wie kann man ein respektvolles Miteinander fördern? Wie ist das eigentlich mit Verhütung und Schwangerschaft? Welche sexuell übertragbaren Krankheiten gibt es und wie schützt man sich und andere? Über diese und andere Fragen kam es zu einem lebhaften Austausch miteinander. Zusätzlich hatten die Fachkräfte von Pro Familia eine große Auswahl von Ratgebern und Informationsbroschüren dabei. Ein Schüler fasst seinen Eindruck knapp zusammen: "Man konnte über alles reden. Es hat viel gebracht."